Steuerfreibetrag und Steuerfreigrenze – wo liegt der Unterschied?

Steuerfreibetrag und Steuerfreigrenze – wo liegt der Unterschied?

Steuern sind für viele ein wahrlich leidiges Thema. Vernachlässigen darfst du sie trotzdem nicht. Fakt ist: Steuern sind unliebsam, doch am Fiskus führt eben kein Weg vorbei. Das Gute: Du musst nicht dein komplettes Einkommen versteuern, denn es gibt einige Freibeträge und Freigrenzen. Hier fängt das Drama schon an. Was ist überhaupt ein Steuerfreibetrag? Was eine Steuerfreigrenze? Und wo liegt der Unterschied? Zeitgold gibt dir einen Überblick.

Was ist ein Steuerfreibetrag?

Ein Steuerfreibetrag ist ein Höchstbetrag, bis zu dem deine Einkünfte nicht versteuert werden müssen. Alle Beträge, die über dem Steuerfreibetrag liegen, musst du jedoch versteuern. Das Besondere bei dem Steuerfreibetrag ist, dass er dir immer zusteht – egal wie hoch deine Einnahmen sind. Du kannst den Freibetrag einfach von deiner Bemessungsgrundlage abziehen. Nur den Betrag, der übrig bleibt, musst du versteuern. Durch den Freibetrag ist sozusagen ein Teil deines Einkommens steuerfrei. Steuerfreibeträge mindern also deine jährliche Einkommensteuer. 

Nehmen wir ein fiktives Beispiel: Das Finanzamt gewährt jedem Bürger einen Steuerfreibetrag von 2500 Euro im Jahr. Deine Einkünfte liegen bei 2900 Euro. Das bedeutet, dass auf 400 Euro Steuern anfallen. 

Lesetipp

Als Unternehmer soll für dich unterm Strich mehr übrig bleiben? Lies jetzt in unserem Artikel, wie du Steuern sparen kannst.

Was ist eine Steuerfreigrenze?

Kommen wir nun zur Steuerfreigrenze. Dabei handelt es sich um einen Betrag, den das Finanzamt steuerfrei gewährt – sofern dieser Betrag nicht überschritten wird. Liegt der Betrag hingegen über der Steuerfreigrenze, muss er voll versteuert werden. Das ist der große Unterschied zum Steuerfreibetrag, der immer gewährt wird und die Steuerlast mindert. Bis du die Freigrenze erreichst, musst du nichts versteuern. Überschreitest du sie jedoch, musst du den kompletten Betrag versteuern und nicht nur den Teil, der über der Freigrenze liegt. Die Steuerfreigrenze mindert die Steuerlast also nur bedingt.

Gehen wir auch hier von einem fiktiven Beispiel aus. Das Finanzamt gewährt jedem Bürger eine Steuerfreigrenze von 2500 Euro im Jahr. Deine Einkünfte liegen bei 2900 Euro. Das bedeutet, dass auf die vollen 2900 Euro Steuern anfallen, weil der Betrag über der Freigrenze liegt.

Tipp

Freigrenzen kannst du im Gesetzeswortlaut an dem Wort „wenn” erkennen. Zum Beispiel: Sachbezüge bleiben steuerfrei, wenn sie weniger als 44 Euro im Monat betragen.

Welche Steuerfreibeträge und Steuerfreigrenzen gibt es?

Das deutsche Steuerrecht erlaubt etliche Freibeträge und Freigrenzen für diverse Bereiche und Lebenssituationen. Der bekannteste Freibetrag ist der Grundfreibetrag. Dieser beträgt 2019 für Alleinstehende 9168 Euro. Ehepaaren steht die doppelte Summe zu. Freigrenzen gibt es beispielsweise für Mitarbeiter. Pro Mitarbeiter gewährt das Finanzamt monatlich 44 Euro Sachbezüge steuerfrei.

Dein Steuerberater kann dir am besten sagen, welche Steuerfreibeträge für dich gelten und welche Steuerfreigrenzen du nutzen kannst. 

Wir machen keine Steuerberatung. Zeitgold ersetzt keinen zertifizierten Steuerberater. Alle Angaben ohne Gewähr.