Achtung Lohnnebenkosten: So viel mehr kostet dich ein Mitarbeiter

Achtung Lohnnebenkosten: So viel mehr kostet dich ein Mitarbeiter

Einen Fehler solltest du als Arbeitgeber nicht machen: Die Lohnnebenkosten außer Acht lassen. Denn mit dem Gehalt eines Mitarbeiters alleine ist die Abrechnung noch nicht getan.  Neben dem ausgezahlten Lohn entstehen dir pro Mitarbeiter weitere Ausgaben ー die Lohnnebenkosten. Diese setzen sich aus indirekten Ausgaben zusammen, die sich durch die Anstellung von Mitarbeitern ergeben.

Was sind Lohnnebenkosten?

Der Großteil der Lohnnebenkosten fällt auf die Sozialversicherungsbeiträge. Die Abgaben für Kranken-, Pflege-, Renten-, und Arbeitslosenversicherung teilst du dir als Arbeitgeber mit deinem Arbeitnehmer zu gleichen Teilen. Als Arbeitgeber trägst du außerdem die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung sowie Umlagesätze U1 (Arbeitsunfähigkeit) und U2 (Mutterschutz) sowie die Insolvenzgeldumlage alleine. Allein dadurch summieren sich pro Mitarbeiter etliche hundert Euro im Monat. Die Abgaben zur Sozialversicherung sind verpflichtend – daran führt für Arbeitgeber und Arbeitnehmer kein Weg vorbei. 

Zu den sogenannten Lohnnebenkosten gehören auch Ausgaben für Fort- und Weiterbildungen sowie für Berufsbekleidung und Anwerbungskosten. Bei deiner Kalkulation reicht es also nicht aus, nur das Gehalt eines Mitarbeiters zu veranschlagen. Du musst auch die Lohnnebenkosten, sprich die indirekten Arbeitskosten, berücksichtigen. Im Schnitt kannst du auf das Bruttogehalt fast 30 Prozent Lohnnebenkosten hinzurechnen. 

Lohnnebenkosten – ein Beispiel

Ein kleines Beispiel soll dir verdeutlichen, wie viel mehr Ausgaben du pro Mitarbeiter einkalkulieren musst und wofür. Als Muster dient ein Mitarbeiter, der ein monatliches Bruttogehalt in Höhe von 2800 Euro von dir bekommt und bei der Techniker Krankenkasse versichert ist. Dies spielt für die Zusatzbeiträge der Krankenversicherungen eine Rolle. Für den Beispiel-Mitarbeiter fallen folgende Nebenkosten an:

Krankenversicherung

Bruttogehalt (2800 Euro) – (Krankenversicherungsbeitrag Arbeitgeberanteil (7,3 Prozent) = 204,40 Euro + kassenindividueller Zusatzbeitrag Arbeitgeberanteil (0,35 Prozent) = 9,80 Euro + 204,4 Euro = 214,12 Euro

Rentenversicherung

Bruttogehalt (2800 Euro) – Rentenversicherungsbeitrag Arbeitgeberanteil (9,3 Prozent) = 260,4 Euro 

Pflegeversicherung

Bruttogehalt (2800 Euro) – Pflegeversicherungsbeitrag Arbeitgeberanteil (1,525 Prozent) = 42,7 Euro

Arbeitslosenversicherung

Bruttogehalt (2800 Euro) – Arbeitslosenversicherung Arbeitgeberanteil (1,25 Prozent) = 35 Euro 

Insolvenzgeldumlage

Bruttogehalt (2800) – Insolvenzgeldumlage (0,6 Prozent) = 16,8 Euro 

Unfallversicherung

Bruttogehalt (2800 Euro) – Unfallversicherung abhängig von Gefahrenklasse und Berufsgenossenschaft. Generell setzt sich der Beitrag zur Unfallversicherung zusammen aus dem Finanzbedarf der Berufsgenossenschaft, den Gehältern deiner Mitarbeiter und der Gefahrenklasse, in die dein Unternehmen eingestuft wurde. 

Umlagesatz U1 (Arbeitsunfähigkeit)

Bruttogehalt (2800 Euro) – U1 kassenindividueller Beitrag (1,9 Prozent bei der TK) = 53,2 Euro

Umlagesatz U2 (Mutterschutz)

Bruttogehalt – U2 kassenindividueller Beitrag (0,47 Prozent bei der TK) = 13,16 Euro

Allein durch den Arbeitgeberanteil zu den Sozialversicherungsbeiträgen ergeben sich Kosten in Höhe von rund 560 Euro. Hinzu kommen Beiträge zur Unfallversicherung und Umlagen für Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie bei Schwangerschaft. Die Kosten für die Umlagen U1 und U2 hängen von der jeweiligen Krankenkasse ab. In unserem Beispiel ergeben sich Ausgaben in Höhe von 66,36 Euro. Die Höhe der Unfallversicherung hängt von der Gefahrenklasse der Branche und der Anzahl der Mitarbeiter ab. Für Dachdecker fällt die Unfallversicherung teurer aus als für IT-Spezialisten, die ausschließlich im Büro arbeiten.

[purple] Bei einem Bruttogehalt von 2800 Euro ergeben sich für den Arbeitgeber fixe Lohnnebenkosten im Monat von 626,36 Euro plus die unternehmensindividuelle Unfallversicherung. Arbeitskleidung und beispielsweise Kosten für Umschulungen fallen monatlich individuell an. Ein Arbeitnehmer mit einem Gehalt von 2800 Euro kostet den Arbeitgeber im Monat mindestens 3426,36 plus Unfallversicherung. 

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