Wer muss ein Kassenbuch führen?

Wer muss ein Kassenbuch führen?

„Bin ich überhaupt gesetzlich dazu verpflichtet, ein Kassenbuch zu führen?” Diese Frage stellt sich vermutlich jeder Unternehmer zu einem gewissen Grad. Grundsätzlich gilt: Wer zur Buchführung verpflichtet ist, muss auch ein Kassenbuch führen. 

Wer nicht nur vereinzelt Bareinnahmen hat, sondern täglich Bargeld bewegt, wird ohne Kassenbuch nicht auskommen. Da alle Bareinnahmen und -ausgaben täglich einzeln aufgezeichnet werden müssen, kommst du als Unternehmer kaum um ein Kassenbuch herum. Vor allem nicht in einer bargeldintensiven Branche – etwa als Friseur oder Restaurantinhaber. 

Die Buchführungspflicht legt der Gesetzgeber in den §§ 140 bis 148 der Abgabenordnung und im § 238 ff im Handelsgesetzbuch fest. Sie besagt: Betreiber von Unternehmen im Handelsgewerbe sind grundsätzlich zur Buchführung verpflichtet. Ein Kassenbuch musst du nach § 141 AO außerdem führen, wenn du 

  •  mehr als 600.000 Euro Umsatz pro Jahr erwirtschaftest
  • dein Gewinn mehr als 60.000 Euro im Jahr beträgt

Das ordnungsgemäße Kassenbuch – deine Vorteile

Mit der Kassenbuchpflicht kommt zwar erst einmal Extraarbeit auf dich zu. Sie zahlt sich am Ende jedoch  aus, denn führst du deine Bücher stets ordnungsgemäß, ist beim Monatsabschluss alles geregelt. 

Dein Steuerberater kann effizienter mit dir zusammenarbeiten und du hast das gute Gefühl, alles korrekt übergeben zu haben. Außerdem spart dir ein korrekt geführtes Kassenbuch mögliche Kosten, etwa wenn das Finanzamt Schätzungen vornehmen muss. Außerdem hast du stets einen guten Überblick über einzelne Posten und Finanzen, was dir zum Beispiel deine Warenkalkulation enorm vereinfachen kann.

Was bedeutet das für deine Buchführung?

Eine geringere Fehleranfälligkeit und kein Chaos mehr bei den Tages- und Monatsabschlüssen. Ob freiwillig oder nicht – natürlich muss dein Kassenbuch stets den Anforderungen des Finanzamts gerecht werden. 

Auch, wenn du per Gesetz nicht an die Buchführungspflicht gebunden bist und dein Kassenbuch freiwillig führst (ob schriftlich oder digital), lohnt sich die Mühe allemal. Ganz einfach wird es, wenn du dein Kassenbuch per App führst. Ein paar Klicks am Tag und du kannst guten Gewissens den Feierabend genießen.

Die Kassenbuchführungspflicht – wer ist davon befreit?

Wenn du trotz der vielen Vorteile partout kein Kassenbuch führen möchtest, gibt es seit 2009 die Möglichkeit, sich von der Buchführungspflicht zu befreien. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (kurz BilMoG) am 25. Mai 2009 sind nach dem neu eingefügten 241a HGB kleine Einzelkaufleute von der Buchführungspflicht befreit, wenn sie in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren 

  • nicht mehr als 500.000 Euro Umsatzerlöse 
  • nicht weniger als 50.000 Euro Gewinn

ausweisen. Sie sind von der Verpflichtung zur Aufstellung einer Bilanz befreit. Dank des BilMOG genügt es, wenn sie eine Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) erstellen und so ihre Gewinne ermitteln. 

Freiberufler sind grundsätzlich nicht zur Bilanzierung verpflichtet und müssen demzufolge auch kein Kassenbuch führen. Ebenso wie für Kleingewerbetreibende stellen sie, im Rahmen einer Steuererklärung, ihre Einnahmen und Ausgaben in einer EÜR zusammen. Eine Ausnahme hiervon bilden Freelancer, die sich freiwillig ins Handelsregister haben eintragen lassen. 

Auch Existenzgründer sind nach § 241a HGB von der Erstellung einer Einnahme-Überschuss-Rechnung befreit, sofern sie am Ende ihres ersten Geschäftsjahres innerhalb Gewinn- und Umsatzgrenzen liegen. 

Wir machen keine Steuerberatung. Zeitgold ersetzt keinen zertifizierten Steuerberater. Alle Angaben ohne Gewähr.

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