So setzt du deine Weihnachtsfeier von der Steuer ab

So setzt du deine Weihnachtsfeier von der Steuer ab

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt! Die Weihnachtszeit nutzen viele Unternehmen, um sich bei ihren Mitarbeitern mit einer Weihnachtsfeier für das vergangene Jahr zu bedanken. Für Mitarbeiter bedeutet die Firmenfeier Spaß. Für den Arbeitgeber steckt ein großer Kostenfaktor dahinter. Je nach Mitarbeiteranzahl und Aufwand summieren sich für die Weihnachtsfeier tausende Euro. Das sollte dich als Unternehmer jedoch nicht abschrecken, denn du kannst deine Weihnachtsfeier von der Steuer absetzen. Zeitgold erklärt dir, was du dazu wissen musst.

Weihnachtsfeier von der Steuer absetzen – so geht´s 

Damit du deine Weihnachtsfeier von der Steuer absetzen kannst, müssen ein paar Voraussetzungen erfüllt sein. Laut  §19 I 1a Einkommensteuergesetz (EStG) muss bei einer Betriebsveranstaltung das betriebliche Eigeninteresse des Arbeitgebers beziehungsweise des Unternehmens im Vordergrund steht. Dennoch darf das Fest einen gesellschaftlichen Charakter besitzen. Dieser Punkt sollte bei einer Weihnachtsfeier immer gegeben sein. Schließlich werden sie vom Unternehmer genutzt, um bei den Angestellten Danke zu sagen. Zudem machen Betriebsfeiern nicht nur Spaß, sie stärken auch den Teamzusammenhalt.

Der Ort der Weihnachtsfeier spielt hingegen keine Rolle. Ob du ein Catering in den Büroräumlichkeiten organisierst, eine Bar mietest oder in ein Restaurant einlädst – das bleibt dir selbst überlassen. Nicht ganz so freie Hand hast du mit den Teilnehmern der Firmenfeier. Hier schreibt der Gesetzgeber Regelungen vor.

 Die Gästeliste deiner Betriebsfeier darf sich zusammensetzen aus:

  • sämtlichen Mitarbeitern (Festangestellte, Auszubildende, Praktikanten, Werkstudenten)
  • ehemaligen Mitarbeitern 
  • Mitarbeitern aus Tochterunternehmen 
  • Leiharbeitern
  • Begleitpersonen 
[teal]Wichtig: Die Betriebsveranstaltung, wie der Gesetzgeber eine Weihnachtsfeier definiert, muss allen Mitarbeiter des Unternehmens zugänglich sein. Einige Mitarbeiter auszuschließen, ist unzulässig. Veranstaltet nur eine bestimmte Abteilung eine Feier, dann muss sie allen Beteiligten dieser Abteilung offen stehen. 

Neben deiner Weihnachtsfeier darfst du noch eine weitere Betriebsfeier im Jahr mit der ganzen Belegschaft veranstalten, um sie von der Steuer abzusetzen. Bei mehr als zwei Feiern ist für den Gesetzgeber jedoch Schluss. So kannst du beispielsweise pro Jahr eine Weihnachtsfeier, ein Sommerfest und pro Abteilung zwei weitere interne Feiern organisieren. 

Lesetipp

Tipps für Unternehmer: Was du von der Steuer absetzen kannst 

Weihnachtsfeier als Betriebsausgabe absetzen 

Erfüllt deine Weihnachtsfeier die oben aufgeführten Voraussetzungen, kannst du sie als Betriebskosten von der Steuer absetzen. Allerdings gibt es auch hier Grenzen. Der Fiskus gewährt einen Freibetrag in Höhe von 110 Euro pro Mitarbeiter pro Veranstaltung. 

[purple]Achtung: Es handelt sich um einen Freibetrag. Kostet die Feier mehr, wird dieser Freibetrag immer abgezogen und du versteuerst erst jeden Euro, der darüber liegt. Denn dann handelt es sich um Zuwendungen und steuerpflichtigen Arbeitslohn. Das heißt, es fallen Lohnsteuer und Sozialabgaben an. 

Lesetipp:

Steuerfreibetrag und Steuerfreigrenze: Worin liegt der Unterschied
[purple] Achtung: Der Freibetrag von 110 Euro ist ein Bruttobetrag. Netto darf die Feier also aus steuergünstigen Gründen nicht mehr als 92,44 Euro kosten. 

Der Freibetrag gilt nur für deine Arbeitnehmer, nicht aber für Begleitpersonen. Deren Kosten musst du regulär versteuern. Bringt dein Arbeitnehmer beispielsweise seinen Partner mit und die Pro-Kopf-Ausgaben liegen bei 80 Euro, musst du 50 Euro versteuern. Denn 80 x 2 = 160 Euro – 110 Euro Freibetrag = 50 Euro. 

Wie berechnen sich die Kosten der Weihnachtsfeier pro Kopf? 

Prinzipiell summierst du alle Kosten, die du für die Weihnachtsfeier hattest und teilst sie durch die Anzahl der Teilnehmer. So erhältst du den Preis pro Kopf. Zu den Ausgaben gehört die Verpflegung genauso wie die Kosten für die Location, Dekoration und den DJ.

Was ist aber, wenn du als Arbeitgeber mit mehr Teilnehmern rechnest als tatsächlich kommen? Angenommen 27 deiner Mitarbeiter sagen zu. Tatsächlich kommen aber nur 22. Du hast jedoch mit allen kalkuliert und entsprechende Ausgaben gehabt. Verpflegung und weiteres sind für 27 Leute geplant und bezahlt. 

Das Finanzgericht Köln beschäftigte sich 2018 mit einem solchen Fall und entschied, dass kurzfristige Absagen von Kollegen nicht zu Lasten des Unternehmers gehen. Denn die teilnehmenden Arbeitnehmer hatten aus Absagen keinen Vorteil, der steuerlich zu berücksichtigen wäre. Deswegen kann der Arbeitgeber alle 27 Zusagen von der Steuer absetzen. 

Wir machen keine Steuerberatung. Zeitgold ersetzt keinen zertifizierten Steuerberater. Alle Angaben ohne Gewähr.

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