Lohnabrechnung Minijob – das musst du wissen

Lohnabrechnung Minijob – das musst du wissen

Minijobs sind sehr beliebt. Nicht nur, weil Arbeitnehmer sich mit ihnen neben ihrer Hauptbeschäftigung Geld hinzuverdienen können. Auch für den Arbeitgeber hat die geringfügige Beschäftigung Vorteile. 7,6 Millionen Minijobs zählte die Bundesagentur für Arbeit vergangenes Jahr.

Die Bürokratie bei Minijobs ist für den Arbeitgeber zwar deutlich geringer als bei sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten, ganz bleibt sie aber nicht aus. Denn Mitarbeiter, die auf Minijob-Basis arbeiten, erhalten ebenfalls jeden Monat eine Gehaltsabrechnung. Dies sieht der Gesetzgeber so vor. 

Der Minijobber soll, genauso wie Festangestellte, die Höhe und Zusammensetzung seines Gehalts einsehen können. Im Gegensatz zu normalen Lohn- oder Gehaltsabrechnungen fällt die Erstellung der Gehaltsabrechnung für einen Minijob deutlich einfacher aus. Nichtsdestotrotz gibt es auch hier einige Formalitäten zu beachten. 

Was du als Arbeitgeber nicht außer Acht lassen solltest, sind die Lohnnebenkosten. Der Staat gewährt dem Arbeitnehmer zwar die 450 Euro steuer- und sozialabgabenfrei. Für dich gilt das allerdings nicht. Wie bei allen Mitarbeitern fallen auch für einen Minijobber für dich Lohnnebenkosten an.

Inhalt der Minijob-Abrechnung

Die Abrechnung für einen Minijob unterscheidet sich inhaltlich nicht von Lohn- oder Gehaltsabrechnungen. Auch bei Minijob-Abrechnungen schreibt die Verordnung zur Erstellung einer Entgeltbescheinigung nach §108 der Gewerbeordnung einige Pflichtangaben vor. Dazu gehören folgende Angaben: 

Allgemeines

  • Name und Anschrift des Arbeitgebers
  • Name, Anschrift und Geburtsjahr des Arbeitnehmers
  • Sozialversicherungsnummer, Steuer-ID und Steuerklasse des Arbeitnehmers
  • Beginn und gegebenenfalls Ende der Beschäftigung
  • Abrechnungszeitraum
  • Beitragsgruppenschlüssel zur Sozialversicherung

Zusammensetzung des Lohns

  • Bruttolohn 
  • geldwerte Vorteile/Sachbezüge wie beispielsweise ein Dienstwagen, der auch privat genutzt wird
  • vermögenswirksame Leistungen 
  • Art und Höhe von Zuschlägen/Zulagen
  • Beitrag zur betrieblichen Altersvorsorge
  • Steuerfreibetrag
  • Kinderfreibetrag
  • Kirchensteuerabzug
  • Sozialversicherungsabgaben des Arbeitnehmers
  • persönliche Abzüge wie Vorschüsse, Verpflegungsabgaben 
  • Aufwandsentschädigung
  • Auszahlungsbetrag

Den Urlaubsanspruch deiner Minijobber musst du nicht auf der Lohnabrechnung dokumentieren. Solltest du dich dennoch dazu entscheiden, muss die Anzahl der Urlaubstage auch stimmen. Hier ist besondere Vorsicht geboten. 

Lesetipp

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Wie lange muss die Minijob-Abrechnung aufbewahrt werden?

Für die Abrechnungen von Minijobs gilt keine andere Regelung als für normale Lohn- oder Gehaltsabrechnungen. Auch hier schreibt der Gesetzgeber eine Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren vor. Dies liegt daran, dass die Abrechnungen der betrieblichen Gewinnermittlung dienen. All diese Dokumente müssen zehn Jahre aufbewahrt werden.

Dies gilt ab einem Jahresumsatz von mehr als 600.000 Euro oder einem Jahresgewinn von mehr als 60.000 Euro. Setzt du weniger um, musst du die Gehaltsabrechnung theoretisch gar nicht aufbewahren. Für eine Prüfung des Finanzamts empfiehlt sich die Aufbewahrung dennoch.

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