5 Mitarbeiter-Benefits, die du von der Steuer absetzen kannst

5 Mitarbeiter-Benefits, die du von der Steuer absetzen kannst

„Ein Unternehmen ist nur so gut wie seine Mitarbeiter”. Diese Jahrzehnte alte Floskel gilt heute mehr denn je. Nur wenn deine Mitarbeiter volle Leistung bringen, kann auch dein Unternehmen maximal erfolgreich sein. Die große Frage: Wann sind Mitarbeiter motiviert? In der Regel, wenn sie eine Gegenleistung für ihre Arbeit bekommen. Das Gehalt alleine reicht dabei nicht mehr aus. Es spielt vielleicht im ersten Moment eine Rolle, verliert jedoch nach und nach an Reiz. Was bedeutet das für dich als Arbeitgeber? Du musst dir etwas Neues überlegen, um deine Mitarbeiter zu motivieren.

Benefits für Mitarbeiter

Eine Idee sind Prämien und Boni. Das Problem daran: Sowohl du als Arbeitgeber als auch deine Mitarbeiter müssen einen monetären Bonus versteuern. Dadurch erfüllt nur noch ein Teil des Bonus seinen Zweck. Der Rest wandert ans Finanzamt. Das muss nicht sein! Zeitgold zeigt dir fünf Benefits für Mitarbeiter, die garantiert ihre Motivation steigern und die du von der Steuer absetzen kannst.

Mitarbeiter-Benefit: kleine Sachgeschenke

Wusstest du, dass du für jeden Mitarbeiter eine Steuerfreigrenze von 44 Euro pro Monat für Sachbezüge hast? Dies regelt § 8 Abs. 2 Satz 9 des Einkommensteuergesetzes. Das bedeutet für dich, du könntest jedem Mitarbeiter im Monat ein Geschenk im Wert von bis zu 44 Euro steuerfrei machen. Je besser du deine Mitarbeiter kennst, desto genauer weißt du, was ihnen gefällt Super funktioniert etwa ein Delikatessenkorb, ein schöner Blumenstrauß oder erlesene Pralinen. Auch ein Gutschein fürs Lieblingsgeschäft deines Teammitglieds ist denkbar. 

Achtung: Es handelt sich hierbei um eine Steuerfreigrenze und keinen Steuerfreibetrag. Kostet das Geschenk mehr als 44 Euro, musst du es voll versteuern. Du musst außerdem aufpassen, ob du die Sachbezüge für einen Mitarbeiter nicht schon ausschöpfst. Bezahlst du beispielsweise den monatlichen Mitgliedsbeitrag eines Fitnessstudios für den Arbeitnehmer, handelt es sich hier bereits um einen Sachbezug und damit um ein Geschenk. Das bringt uns zu Punkt zwei.

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Mitarbeiter-Benefit: Sportangebote

Ein fitter Mitarbeiter bringt mehr Leistung. Deswegen lohnt es sich für dich als Arbeitgeber, in die Fitness deiner Mitarbeiter zu investieren. Pro Mitarbeiter gewährt das Finanzamt monatlich 44 Euro Sachbezüge steuerfrei. Diese Steuerfreigrenze kannst du nutzen, um beispielsweise die Mitgliedschaftsbeiträge eines Fitnessstudios für deine Mitarbeiter zu bezahlen. Wichtig: Du als Arbeitgeber musst Vertragsnehmer bei dem Fitnessstudio sein, damit es sich um einen Sachbezug handelt. Andernfalls wäre die Investition als geldwerter Vorteil des Mitarbeiters und damit als Bargeldbezug zu werten. 

Du musst den Sachbezug nicht zwangsläufig für das Fitnessstudio verbrauchen. Der Staat unterstützt Investitionen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und zur betrieblichen Gesundheitsförderung seiner Mitarbeiter mit einer Steuervergünstigung von bis zu 500 Euro im Jahr nach § 3 Nr. 34 Einkommensteuergesetz. Prämisse: Die Aufwendung muss zusätzlich zum vereinbarten Gehalt gezahlt werden. 

§ 3 Nr. 34 EStG 

Steuerfrei sind zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachte Leistungen des Arbeitgebers zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken und zur Förderung der Gesundheit in Betrieben, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung, Zielgerichtetheit und Zertifizierung den Anforderungen der §§ 20 und 20b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genügen, soweit sie 500 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen."

Steuerfrei für dich ist die Zuzahlung beziehungsweise Übernahme von Maßnahmen zu Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung und Suchtmittelkonsum. Wichtig: Die Maßnahmen müssen aktiv sein. Nur eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio, in das der Mitarbeiter nicht regelmäßig geht, zählen nicht. Ein gezielter Yogakurs in einem Studio oder ein Trainer im Büro ist hingegen bis zu 500 Euro im Jahr steuerfrei. 

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Mitarbeiter-Benefit: Aufmerksamkeiten zu besonderen Anlässen

Der Gesetzgeber gewährt nicht nur monatlich Sachbezüge in Höhe von 44 Euro, sondern obendrauf auch Sachzuwendungen zu besonderen persönlichen Anlässen. Feiert dein Mitarbeiter einen besonderen Anlass wie  Geburtstag, Hochzeit oder Firmenjubiläum darfst du ihm als Arbeitgeber Sachzuwendungen im Wert von bis zu 60 Euro schenken. Die Art deines Geschenks bleibt dir überlassen. Das besondere hierbei: Es kann mehr als einen besonderen Anlass im Monat geben. Hat dein Mitarbeiter Geburtstag und Firmenjubiläum im selben Monat, kannst du ihm theoretisch Aufmerksamkeiten im Wert von 120 Euro schenken. Die besondere Zuwendung muss begründet sein. Das heißt, es muss tatsächlich ein Anlass für dein Geschenk zugrundeliegen. 

Achtung: Auch bei den Sachzuwendungen handelt es sich um eine Steuerfreigrenze und keinen Steuerfreibetrag. Kostet das Geschenk auch nur einen Cent mehr als die gesetzlich geregelten 60 Euro, muss es von dir komplett versteuert werden. 

Mitarbeiter-Benefit: Fort- und Weiterbildungen

Fort- und Weiterbildungen aus der eigenen Tasche zu bezahlen, ist für Arbeitnehmer oft zu kostspielig.. Viele scheuen auch den Aufwand. Ein guter Ansatzpunkt für dich. Bezahlst du deinem Mitarbeiter eine Fort- und Weiterbildung, schlägst du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Dein Angestellter fühlt sich von dir als Arbeitgeber gefördert und wertgeschätzt. Es zeigt ihm, dass du in ihm das Potenzial siehst, sich weiterzuentwickeln. Das wird er dir künftig auch beweisen wollen. Natürlich profitiert dein Unternehmen auch ganz direkt von der Bildungsmaßnahme. Dein Mitarbeiter bringt frisches Wissen mit auf die Arbeit und dient als Multiplikator und Experte für andere Kollegen. Zu guter Letzt kannst du die Weiterbildung des Mitarbeiters in voller Höher von der Steuer absetzen. Dadurch reduzierst du den Unternehmensgewinn und dadurch auch die Steuerlast. 

Um die Fort- oder Weiterbildung deines Mitarbeiters voll abzusetzen, muss sie in einem „ganz überwiegenden betrieblichen Interesse” liegen – wenn dein Mitarbeiter also neue Fähigkeiten erlernt, die für dein Unternehmen wichtig sind. Es erhöht seine Einsatzfähigkeit. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Bildungsmaßnahme intern oder außerorts stattfindet. Dein Mitarbeiter kann an der Fort- und Weiterbildung auch in seiner Freizeit teilnehmen, wenn es dafür eine Begründung gibt. Vielleicht kannst du als Arbeitgeber während der regulären Arbeitszeit nicht auf ihn verzichten oder der Kurs wird nur am Wochenende angeboten. 

Mitarbeiter Benefit: Kindergartenzuschuss

Wenn du selbst Kinder hast oder Mitarbeiter mit Kindern beschäftigst, kennst du das Problem: Kindergärten und Tagesmütter sind nicht nur überlaufen, sondern je nach Wohnort auch nicht preiswert. Tu deinen Mitarbeitern einen Gefallen und bezuschusse Kita,Tagesmutter oder Kindergarten. Dir als Arbeitgeber ist es erlaubt, den Zuschuss steuerfrei zu gewähren. Für die Zuzahlung gibt es keine Obergrenze – gib soviel dazu, wie du kannst und magst. Einige Voraussetzungen gibt es jedoch: 

  • Das Kind darf noch nicht im schulpflichtigen Alter und somit nicht eingeschult sein.
  • Der Zuschuss wird zusätzlich zum vereinbarten Gehalt gezahlt und ist nicht dessen Bestandteil.
  • Der Zuschuss muss zweckgebunden für die Kinderbetreuung erfolgen.

Wir machen keine Steuerberatung. Zeitgold ersetzt keinen zertifizierten Steuerberater. Alle Angaben ohne Gewähr.

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