Dank Dauerfristverlängerung mehr Zeit für die Umsatzsteuervoranmeldung

Dank Dauerfristverlängerung mehr Zeit für die Umsatzsteuervoranmeldung

Dank der Dauerfristverlängerung hast du mehr Zeit für deine Umsatzsteuervoranmeldung.

Als Unternehmer musst du für jeden Monat bis zum 10. Kalendertag eines festgelegten Monats deine Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt übermitteln. Das heißt, die Umsatzsteuervoranmeldung für März muss bis zum 10. April beim Finanzamt eingegangen sein. Neben all den anderen Stichtagen zur gleichen Zeit wie Lohnsteuer kann es stressig werden. Damit du mehr Zeit für die Finanzbuchhaltung hast, gewährt der Fiskus dir durch die Dauerfristverlängerung eine Entlastung.

Lesetipp:

Steuertipps für Unternehmer: Was du von der Steuer absetzen kannst

Dauerfristverlängerung – was ist das?

Die Dauerfristverlängerung verschafft dir als Unternehmer einen zeitlichen Puffer. Denn hast du eine Dauerfristverlängerung beantragt, kannst du deine Umsatzsteuervoranmeldung einen Monat später abgeben. Du bekommst vom Finanzamt somit einen Monat mehr Zeit gewährt. Die Umsatzsteuervoranmeldung für März musst du dann nicht mehr am 10. April, sondern am 10. Mai abgeben. Fällt der 10. auf ein Wochenende oder einen Feiertag, verschiebt sich die Frist auf den nächsten Werktag. 

[purple]Merke: Einmal beantragt und du kannst dich die nächsten Jahre zurücklehnen? So läuft es nicht, denn die Dauerfristverlängerung gilt nur ein Jahr. Danach musst du den Antrag neu stellen. Du kannst sie natürlich auch jederzeit widerrufen. Das gleiche gilt auch für das Finanzamt.  

Umsatzsteuervoranmeldung – verschiedene Abstände

Als Unternehmer oder Gewerbetreibender musst du in regelmäßigen Abständen Umsatzsteuer an das Finanzamt zahlen. Dies geschieht jährlich, vierteljährlich oder monatlich. In welchen Abständen du die Umsatzsteuervoranmeldung tätigen musst, kannst du dir allerdings nicht selbst aussuchen. Dies hängt von der Summe deiner zu zahlenden Umsatzsteuer des Vorjahres ab. 

Umsatzsteuererklärung jährlich zahlen

Musstest du im vergangenen Jahr weniger als 1000 Euro Umsatzsteuer bezahlen, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit von der Umsatzsteuer befreit. Es reicht dem Finanzamt in diesem Fall, wenn du einmal im Jahr eine Umsatzsteuerjahresmeldung abgibst. Stichtag dafür ist der 31. Juli eines jeden Jahres. Handelt es sich dabei um keinen Werktag, verschiebt sich die Frist auf den nächsten Tag. 

Umsatzsteuervoranmeldung vierteljährlich zahlen

Lag deine Umsatzsteuer im Vorjahr zwischen 1000 und 7500 Euro, leistest du die Umsatzsteuervorauszahlung von nun an vierteljährlich. Stichtag ist der 10. Kalendertag der Monate April, Juli, Oktober und Januar. Auch hier bleibt dir mit der Dauerfristverlängerung ein Monat mehr Zeit. 

Umsatzsteuervoranmeldung monatlich zahlen

Hast du im letzten Jahr mehr als 7500 Euro Umsatzsteuer geleistet, musst du sie im nächsten Jahr monatlich bezahlen. Stichtag ist immer der 10. Kalendertag des Folgemonats – außer du hast eine Dauerfristverlängerung beantragt. Dann bleiben dir,  wie oben bereits beschrieben, vier Wochen mehr Zeit. Die meisten Unternehmer müssen die Umsatzsteuer monatlich entrichten.

Dein Steuerberater kostet dich zu viel Geld? Hier liest du, wie du Steuerberater Kosten einsparen kannst.

Wer muss keine Umsatzsteuer bezahlen?

Von der Umsatzsteuer bist du befreit, wenn du als Kleinunternehmer gilst. Dies ist der Fall, wenn du pro Kalenderjahr nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz erwirtschaftest. Dies kann möglich sein, wenn du nur gelegentlich Aufträge ausführst.Wer muss keine Umsatzsteuer bezahlen?

Sondervorauszahlung bei der Dauerfristverlängerung

Hast du eine Dauerfristverlängerung beantragt, musst du eine Sondervorauszahlung auf deine Umsatzsteuer tätigen. Diese Vorauszahlung tätigst du am Jahresanfang. Stichtag dafür ist der 10. Februar jeden Jahres. Im Dezember wird sie mit der Umsatzsteuervoranmeldung verrechnet. 

Die Sondervorauszahlung beträgt 1/11 der Umsatzsteuer des Vorjahres. Wie hoch sie genau ausfällt, hängt also von deiner getätigten Umsatzsteuer des vergangenen Jahres ab. Um die Sondervorauszahlung zu berechnen, addierst du alle Umsatzsteuervorauszahlungen des Vorjahres zusammen und nimmst diese Summe mit 1/11 mal. 

Antrag auf Dauerfristverlängerung 

Die Dauerfristverlängerung beantragst du ganz unkompliziert über ein Online-Formular bei ELSTER – dem Online-Finanzamt. Dafür musst du dich einmalig registrieren und erhältst dann nach einigen Tagen ein Elster-Zertifikat, mit dem du dich anmelden und deine Dauerfristverlängerung beantragen kannst. Du musst übrigens keinen Grund für den Antrag angeben. Für das Finanzamt ist die Fristverlängerung ein gängiges Prozedere. 

Lehnt das Finanzamt deinen Antrag auf Dauerfristverlängerung nicht ab, gilt er als genehmigt. Denn das Finanzamt muss die Dauerfristverlängerung laut Abschnitt 18.4 Absatz 1 Satz 1 Umsatzsteuer-Anwendungserlass nicht ausdrücklich genehmigen. Sollte das Amt mit deinem Antrag nicht einverstanden sein, wird er abgelehnt. Ohne Antrag solltest du deine Umsatzsteuervoranmeldung allerdings nicht aufschieben. Denn dann droht ein Verspätungszuschlag.

Wir machen keine Steuerberatung. Zeitgold ersetzt keinen zertifizierten Steuerberater. Alle Angaben ohne Gewähr.

[https://www.zeitgold.com/jetzt-loslegen/?utm_source=organic&utm_medium=blog&utm_campaign=Dauerfristverlängerung](Mehr erfahren) Arbeite digital mit dem Steuerberater

Zeitgold automatisiert deine vorbereitende Buchhaltung, sodass du digital und effizient mit deinem Steuerberater zusammenarbeitet. Fordere jetzt eine individuelle Produkt-Demo an – unverbindlich, kostenlos und maßgeschneidert auf dein Unternehmen.