KfW-Kredit: So kommst du an die Corona-Hilfe

KfW-Kredit: So kommst du an die Corona-Hilfe

Die schnelle Liquiditätshilfe für Unternehmer und Freiberufler in Coronanot: ein Kredit bei der Staatsbank KfW. Die Abkürzung steht für Kreditanstalt für Wiederaufbau und vergibt im Zuge des Rettungspakets der Bundesregierung Kredite in grundsätzlich unbegrenzter Höhe – für lange Zeit. Damit soll die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität erleichtert werden. 

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bestätigte die Überbrückungshilfe am Freitag, den 13. März und bezeichnet sie aufgrund ihres Umfangs als „Bazooka”. Die Regierung stellt der KfW für ihr Sonderprogramm zunächst 20 Milliarden Euro zur Verfügung. 

Unternehmen können sich bei Bedarf an ihre Hausbank wenden und die Situation besprechen. Die Banken gehen dabei unterschiedliche Wege, ihre Kunden über die Möglichkeiten zu informieren. 

Die Berliner Volksbank beispielsweise hat eine Checkliste mit inkludierter Selbstauskunft. Die Raiffeisenbank in Schwerin bittet um telefonische Kontaktaufnahme. Alle größeren Banken haben einen Infobeitrag zum Verfahren bei finanziellen Engpässen durch Corona auf ihrer Webseite. 

KfW-Kredit – ja oder nein? Die Konditionen

„Die Zinsen sind unverändert. Was sich verändert hat, ist die Risikoübernahme“, sagt KfW-Sprecherin Begisheva. Damit gelten für Corona-Hilfen die üblichen Zinssätze der KfW, eine aktuelle Übersicht findest du hier. 

Für den Fall, dass Unternehmen das Geld nicht zurückzahlen können, wird ein Großteils des Risikos übernommen. So trägt die KfW bei Betriebsmittelkrediten und Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen 90 Prozent des Kreditrisikos, bei größeren Firmen 80 Prozent.

Auf eine eigene Risikoprüfung verzichtet die KfW bei Anträgen auf Kredite bis drei Millionen Euro pro Unternehmen. Bei Summen bis zehn Millionen Euro führt die Staatsbank eine vereinfachte Prüfung durch. Je nach Größe des Unternehmens liegen die Zinsen zwischen einem und 2,12 Prozent bei Krediten einer Laufzeit von fünf Jahren.

Damit übernimmt die KfW weit höhere Risiken als üblich. Dennoch überprüft die Hausbank wie bei allen Kreditanträgen zunächst die Bonität. Wird dein Unternehmen nicht für kreditwürdig befunden, wird es auch bei der KfW schwierig – Corona hin oder her. 

KfW-Kredit: Wie funktioniert´s?

Der Kreditnehmer muss im ersten halben Jahr lediglich Zinsen zahlen, erst dann setzt die Tilgung ein. Den Zinssatz legt die Hausbank fest, abhängig vom Kreditrisiko. Er liegt nach KfW-Angaben zwischen 1,03 Prozent und  7,43 Prozent. 

Es gilt zu überlegen, ob du grundsätzlich in die Verschuldung gehen willst. Reichen dir vorerst die Soforthilfen von Bund und Ländern? Denn ein Kredit ist und bleibt ein Darlehen, das du zurückzahlen musst – auch in Zeiten von Corona. 

KfW-Kredit: Lohnt sich das?

Gehe am besten deine Zahlen genau durch und stelle eine Prognose an, ob und wann dein Unternehmen wieder profitabel sein wird. In der aktuellen Situation ist das natürlich leichter gesagt als getan. Das Alter kann eine Rolle spielen. Plane auch Umsätze mit ein, die du vielleicht schon während der Krise machst, etwa durch alternative Service-Angebote. Ideen dazu findest du hier.

Mit Sonderregelungen will die KfW die Antragstellung bei Corona-Fällen erleichtern. Die genauen Regelungen kannst du der Pressemitteilung der KfW vom 18. März 2020 entnehmen. 

Wie beantrage ich einen Kredit bei der KfW?

Wenn du dich entschlossen hast, einen Antrag auf einen Kredit bei der KfW zu stellen, wende dich zunächst an deine Hausbank. Seit Montag, den 23. März 2020 nehmen Banken Anträge auf Kredite für „Investitionen und Betriebsmittel” an und sind angewiesen, sie mit Hochdruck zu bearbeiten und anderen Kreditanfragen vorzuziehen. 

Was sind Investitionen und Betriebsmittel?

Dazu zählen laut KfW laufende Kosten wie Miete, Personal- sowie Energiekosten. Auch Kosten für Werbung, Anmeldungen und Genehmigungen, Forschung und Entwicklung, Beratung, Mitarbeiterschulung, eingeräumte Zahlungsziele und vorfinanzierte Aufträge fallen hierunter. 

Wegen der hohen Nachfrage kann es dabei trotzdem zu Wartezeiten von bis zu drei Wochen kommen. Voraussetzung für die Bewilligung des Kredits ist, dass dein Betrieb durch die Coronakrise in Schieflage geraten ist und bis einschließlich 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten war.

Mit Sonderregelungen will die KfW die Antragstellung bei Corona-Fällen erleichtern. Die genauen Regelungen kannst du der Pressemitteilung der KfW vom 18. März 2020 entnehmen.

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