Coronakrise: Mehr Kurzarbeitergeld und Steuererleichterungen für KMU

Coronakrise: Mehr Kurzarbeitergeld und Steuererleichterungen für KMU

Unternehmer informiert sich über neues Corona-Hilfspaket.

In der Nacht zum 24. April haben sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD auf ein weiteres milliardenschweres Hilfspaket verständigt. Es soll insbesondere Kurzarbeitern, Arbeitslosen und Gastronomen zugute kommen. Auch Hilfen für Schüler im Homeschooling wurden beschlossen. Zeitgold fasst die wichtigsten Neuerungen für dich als Unternehmer zusammen. 

Kurzarbeitergeld wird erhöht 

Mehr als 700.000 Betriebe haben aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise bereits Kurzarbeit angezeigt. Geschäftsschließungen, Lieferunterbrechungen und Kontaktbeschränkungen sorgen für massive Umsatzeinbrüche. 

Um Unternehmen finanziell zu entlasten und Kündigungen von Angestellten zu vermeiden, hat die Bundesregierung den Zugang zum Kurzarbeitergeld (KUG) über die Arbeitsagenturen bereits im März erleichtert. Sie rechnet damit, dass Millionen Beschäftigte von Kurzarbeit betroffen sind. Nun hat sich die Koalition auf eine Erhöhung verständigt. 

  • Mitarbeiter ohne Kinder erhalten bis zu 80 Prozent Gehaltsausgleich (zuvor 60 Prozent)
  • Mitarbeiter mit Kindern erhalten bis zu 87 Prozent (zuvor 67 Prozent).

Die Anhebung staffelt sich nach der Bezugsdauer. Ab dem vierten Monat würden 70 beziehungsweise 77 Prozent für Eltern, ab dem siebten Monat 80 beziehungsweise 87 Prozent des entfallenden Lohns gezahlt. 

Auch neu: Das Arbeitslosengeld I wird für alle, deren Anspruch zwischen Mai und Dezember 2020 enden würden, um drei Monate verlängert. Begründet wird dies mit dem durch die Coronakrise angespannten Arbeitsmarkt und der geringeren Aussicht auf einen neuen Job. 

Zeitgold Newsticker

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Steuerliche Entlastungen für kleine und mittlere Unternehmen 

Mit Steuererleichterungen will die Koalition kleinen und mittelständischen Unternehmen unter die Arme greifen. Die pauschale Verrechnung absehbarer Verluste soll in diesem Jahr mit der Steuervorauszahlung aus dem Jahr 2019 ermöglicht werden. 

Somit erhalten die Betriebe Erstattungen von den Finanzämtern. Dies verschafft ihnen die dringend notwendige Liquidität. Das aktuelle Recht sieht vor, dass Verluste erst im nächsten Jahr geltend gemacht werden dürfen. 

Steuerhilfen für die Gastronomie

Auch die durch die Corona-Pandemie extrem belastete Gastronomie erfährt Entlastung. Die Koalition beschließt die Senkung der Mehrwertsteuer für Speisen auf den ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent (statt der üblichen 19 Prozent). Der Satz wird für den begrenzten Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 30 Juni 2021 verringert. 

Eine Wiedereröffnung von Cafés und Restaurants steht vorerst allerdings nicht in Aussicht. Lockerungen sollen bis Pfingsten aber zumindest in Bayern möglich werden. 

Weitere Neuerungen im Überblick

Am 20. April beschließt die Bundesregierung erste vorsichtige Lockerungen des Corona-Lockdowns. Lies hier mehr dazu. 

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