Corona Update: Wie geht es ab dem 20. April für Unternehmen weiter?

Corona Update: Wie geht es ab dem 20. April für Unternehmen weiter?

Die Bundesregierung hat Lockerungen der Corona-Maßnahmen beschlossen.

Die beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus gelten noch bis 19. April. Am Mittwoch hat sich die Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten getroffen, um zu besprechen, wie es danach weitergehen soll. Der Schutz der Bevölkerung steht dabei im Fokus. Dennoch soll das gesellschaftliche Leben Stück für Stück wieder aufgenommen werden. Zeitgold zeigt dir, welche Lockerungen ab dem 20. April gelten sollen. 

Geschäfte, die ab 20. April wieder öffnen 

Kfz- sowie Fahrradhändler und Buchhandlungen dürfen ab Montag wieder öffnen. Dabei spielt die Größe der Läden keine Rolle. Das Gleiche gilt für Kultureinrichtungen wie Bibliotheken und Archive. Auch zoologische und botanische Gärten dürfen dann wieder besucht werden. 

Geschäfte bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche 

Ein erstes Aufatmen gibt es auch für Inhaber von Geschäften mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche. Diese dürfen ab dem 20. April wieder öffnen. Große Modehäuser und Elektrofachgeschäfte müssen jedoch noch geschlossen bleiben. Dadurch soll vermieden werden, dass die Fußgängerzonen auf einen Schlag überlaufen werden. Kleinere Boutiquen und mittelgroße Läden können hingegen ab Montag ihren Betrieb wieder aufnehmen. 

Grundsätzlich gelten weiterhin strenge  Hygiene- und Schutzmaßnahmen. So darf sich nur eine bestimmte Anzahl von Personen im Geschäft aufhalten, es muss genügend Abstand eingehalten und Warteschlangen vermieden werden. 

In Bayern werden die Lockerungen wohl etwas zeitversetzt in Kraft treten, wie Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch mitteilte. Der Freistaat wird am Donnerstag hierzu erneut beraten. 

Friseure öffnen am 4. Mai 

Unter den Dienstleistungsbetrieben mit körperlichem Kontakt dürfen Friseure ab 4. Mai als erstes öffnen. Die Salons müssen dafür Hygieneauflagen erfüllen und eine persönliche Schutzausrüstung wie beispielsweise Handschuhe und Masken tragen. 

Für Nagelstudios und Beautysalons gibt es aktuell noch keine Regelung. Diese Dienstleister müssen weiterhin geschlossen bleiben. 

Lesetipp

Wann du dein Geschäft wieder öffnen darfst, ist ungewiss? Dann könnte das Kurzarbeitergeld Arbeitsplätze in deinem Betrieb retten und für mehr Liquidität sorgen.

Schulen öffnen schrittweise ab dem 4. Mai

In Schulen soll ab dem 4. Mai wieder unterrichtet werden. Das gilt allerdings nicht für alle Klassen. Begonnen wird mit Abschlussjahrgängen, die im kommenden Jahr ihre Prüfungen absolvieren und die obersten Grundschulklassen. 

Bayern lockert die Maßnahmen leicht zeitversetzt.  Dort öffnen Schulen erst wieder ab dem 11. Mai, also gut eine Woche später als der Rest der Republik. 

Auch die Schulen brauchen einen Hygieneplan, um den Betrieb wieder aufzunehmen. Dazu gehört auch eine geregelte Pausengestaltung. 

Grundschulen und Kitas bleiben geschlossen

Während die Großen wieder in die Schule gehen können, müssen die Kleinen auch nach dem 4. Mai noch zu Hause bleiben. Kitas sowie Grundschulen (außer den obersten Klassen) werden noch nicht wieder geöffnet. Für kleine Kinder ist es zu schwierig, die Hygienemaßnahmen zu berücksichtigen, Abstand zu halten oder gar einen Mundschutz zu tragen. 

Gastronomie bleibt geschlossen 

Schlechte Neuigkeiten für Gastronomen: Restaurants, Cafés, Biergärten und Co. müssen bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Die Gefahr ist zu groß, dass gastronomische Betriebe zu Hotspots für Neuinfektionen mit dem Coronavirus werden könnten. Abstand zu halten und ein Mundschutz für Gäste und Mitarbeiter, ist hier kaum möglich. Deswegen bleibt Gastronomen auch bis in den Mai hinein nichts anderes übrig, als ihr Angebot außer Haus zu verkaufen. 

Lesetipp

Für Gastronomen bietet der Verkauf von Gutscheinen eine gute Möglichkeit zusätzlich Geld zu verdienen.

Keine Öffnung für Kirchen, Synagogen und Moscheen 

Messen und Zusammenkünfte sowie religiöse Feierlichkeiten in Gebetshäusern bleiben auch nach Ostern weiterhin untersagt. 

Großveranstaltungen bis 31. August abgesagt

Festivals, Volksfeste und Fußballspiele – darauf müssen nicht nur die Bürger, sondern auch die Veranstalter mindestens bis zum 31. August verzichten. Viele Großveranstaltungen wurden für dieses Jahr bereits komplett abgesagt und auch das größte Volksfest der Welt – das Oktoberfest – steht auf der Kippe. 

Kontaktverbot verlängert bis mindestens 3. Mai

Die geltenden Kontaktbeschränkungen sollen bis mindestens 3. Mai verlängert werden. Von privaten Reisen und Besuchen von Verwandten wird abgeraten. Auch viele Firmen haben daraufhin ihre Homeoffice-Regelungen angepasst. Hinzu kommt, dass vielen Eltern nichts anderes übrig bleibt, als von zu Hause aus zu arbeiten, solange Kitas und Grundschulen geschlossen bleiben. 

Maskenschutz wird empfohlen 

Die Bundesregierung führt keine Maskenpflicht ein, weil aktuell nicht genügend Masken zur Verfügung stehen. Allerdings wird dringend empfohlen, insbesondere im Einzelhandel sowie öffentlichen Verkehrsmitteln eine sogenannte Alltagsmaske zu tragen. Im Internet gibt es diverse Anleitungen, wie du eine Maske selbst nähen kannst.